Schweißdraht für MIG/MAG: Welcher Draht für welchen Werkstoff?
Schweißdraht für MIG/MAG: Welcher Draht für welchen Werkstoff? Das Wichtigste in Kürze G3Si1 ist der Standarddraht für unlegierten Sta...
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Der Zusatzwerkstoff entscheidet über die Eigenschaften der fertigen Naht – Festigkeit, Zähigkeit, Korrosionsverhalten. Ein gutes Gerät kann einen falsch gewählten Draht nicht ausgleichen. Wir führen Drahtelektroden für MIG/MAG, Stabelektroden für E-Hand, WIG-Stäbe und Wolframelektroden – jeweils für unlegierte Stähle, Edelstahl und Aluminium. Wenn du unsicher bist, welcher Zusatz zu deinem Grundwerkstoff passt, sag uns die Werkstoffnummer, dann suchen wir den passenden aus.
Der Standard für unlegierte und niedriglegierte Stähle sind G3Si1 und G4Si1 nach EN ISO 14341 (früher SG2 / SG3). G4Si1 ist höher legiert an Silizium und Mangan und dadurch etwas festigkeitsstärker. Verkupferte Drähte laufen glatter durch das Schlauchpaket, unverkupferte Varianten reduzieren Ablagerungen im Führungssystem – beides hat Anhänger.
Gängige Durchmesser: 0,6 / 0,8 / 1,0 / 1,2 mm. Für Dünnblech bis etwa 3 mm ist 0,8 mm der Allrounder.
Hier muss der Zusatz zum Grundwerkstoff passen. Verbreitet sind 308LSi (für 1.4301 / 1.4307) und 316LSi (für 1.4401 / 1.4404, molybdänlegiert, höhere Korrosionsbeständigkeit). Das „L" steht für niedrigen Kohlenstoffgehalt – wichtig gegen interkristalline Korrosion. Das „Si" verbessert die Fließfähigkeit des Schmelzbades und damit die Nahtoptik.
Die beiden Arbeitspferde sind AlMg5 (5356) und AlSi5 (4043). AlMg5 ist festigkeitsstärker und die Regel bei AlMg-Grundwerkstoffen; AlSi5 ist rissunempfindlicher bei Gussbauteilen und AlSi-Legierungen, lässt sich aber schlechter eloxieren.
Aluminiumdraht ist weich – er braucht eine Kunststoff- oder Graphitseele statt der Stahlspirale und einen sauber ausgerichteten Drahtvorschub, sonst gibt es Vogelnester.
Feuchtigkeit ist der Feind. Angerostete Drahtrollen, verstaubte Aluminiumdrähte und feucht gelagerte basische Stabelektroden erzeugen Poren und Wasserstoffprobleme. Drahtrollen gehören nach Arbeitsende in eine trockene Umgebung oder im Gerät belassen mit geschlossener Klappe; angebrochene Elektrodenpackungen in den Trockenhalter.
Grobe Orientierung: 0,6 mm bis etwa 2 mm Blech, 0,8 mm für 1–6 mm, 1,0 mm für 3–10 mm, 1,2 mm ab etwa 6 mm und für Mehrlagennähte an dicken Querschnitten.
Technisch ja, aber du brauchst ein sauberes Führungssystem. Reste von Stahldraht können den Edelstahl kontaminieren und Fremdrost verursachen – Drahtführung und Rollen also wechseln oder reinigen.
Als Näherung: rund 1 kg Draht pro Meter Kehlnaht mit 6 mm Schenkelmaß. Für kleinere Nähte entsprechend weniger – aber rechne beim Bestellen Verschnitt und Einstellversuche ein.
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