Wer Schweißtechnik besser verstehen möchte, kommt an den wichtigsten Fachbegriffen nicht vorbei. In diesem Schweißlexikon finden Einsteiger und Profis schnell die passende Erklärung zu den wichtigsten Begriffen rund um Schweißverfahren, Schweißgeräte und Schweißzubehör. D
Einbrand – Tiefe, mit der der Lichtbogen ins Grundmaterial aufschmilzt.
Einschaltdauer (ED) – Anteil eines 10-Minuten-Zyklus, in dem ein Gerät bei gegebener Stromstärke schweißen kann, bevor es abkühlen muss.
Schutzgas – Gas, das Lichtbogen und Schmelzbad vor der Umgebungsluft schützt (inert: Argon/Helium; aktiv: CO₂/O₂-Anteile).
Inertgas / Aktivgas – Inertgas reagiert nicht mit dem Schmelzbad (MIG/WIG); Aktivgas reagiert gezielt (MAG).
Lichtbogen – Elektrische Entladung zwischen Elektrode/Draht und Werkstück, die die Wärme zum Schmelzen liefert.
Polung – Anschluss am Plus- oder Minuspol; beeinflusst Einbrand und Verhalten (verfahrens- und elektrodenabhängig).
Synergie-Steuerung – Automatik, die passende Schweißparameter zu Materialdicke/Draht vorschlägt.
Puls(en) – Geregelter, pulsierender Strom für kontrollierten Werkstoffübergang (z. B. bei dünnen Blechen/Alu).
Sprühlichtbogen / Kurzlichtbogen – Übergangsarten des Werkstoffs beim MIG/MAG, abhängig von Strom/Spannung und Gas.
Formieren / Wurzelschutz – Schutz der Nahtunterseite mit Gas, vor allem bei Edelstahlrohren.
Anlauffarben – Oxidationsverfärbungen an Edelstahl, die den Korrosionsschutz mindern können.
Fülldraht – Röhrenförmiger Draht mit Pulverkern; selbstschützend (gaslos) oder gasgeschützt.
Massivdraht – Durchgehend voller Schweißdraht (braucht Schutzgas).
Umhüllung (Stabelektrode) – Mantel der Elektrode (rutil, basisch, zellulose), der
Schutzgas/Schlacke bildet und das Schweißverhalten bestimmt.
Kontaktdüse / Gasdüse – Verschleißteile am Brenner: Stromübertragung bzw. Gasführung.
Streckenenergie / Wärmeeinbringung – Eingebrachte Wärme pro Nahtlänge; beeinflusst Verzug und Gefüge.